Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Cover: Hermann Leopoldi, Hersch Kohn

LIND, Christoph / TRASKA, Georg
Hermann Leopoldi, Hersch Kohn
Eine Biographie
288 Seiten
Format 15x24
Halbleinen
24.90 € | 35.50 Chf
ISBN: 978385476-383-3
Erscheinungstermin März 2012
lieferbar

Weitere Bücher von LIND, Christoph / TRASKA, Georg: Das Dreieck meiner Kindheit

LIND, Christoph / TRASKA, Georg

Hermann Leopoldi, Hersch Kohn
Eine Biographie

Der Künstler Hermann Leopoldi war einer der begabtesten und meist gefeierten Komponisten, Pianisten, Sänger und - wie er sich selbst nannte - »Klavierhumoristen« des Wiener Liedes sowie des deutschsprachigen Schlagers der 1920er bis 1950er Jahre. Kurz vor dem endgültigen Durchbruch Anfang der 1920er Jahre änderte er seinen Nachnamen von Kohn auf den Künstlernamen seines Vaters: Leopoldi.
Das Besondere an dieser Publikation ist die Aufarbeitung des Nachlasses des Künstlers. Zahlreiche, bislang unbekannte Dokumente eröffnen neue und interessante Blickwinkel auf den Wiener Volkssänger. Leopoldis Lebensgeschichte wird entlang seiner Lieder erzählt, nachzuhören auf der beiliegenden Musik-CD.
Seine Lieder, vordergründig meist leicht und fröhlich, sind voll Witz, Ironie, manchmal berührend und zart, dann wieder deftig-derb. In jedem Fall sind sie aber eine hervorragende Quelle der Zeitgeschichte. Er schuf so bekannte Lieder wie »Schön is so ein Ringlspiel« aber auch den im Konzentrationslager geschriebenen »Buchenwald-Marsch« und politische Lieder wie »Die Novaks aus Prag« (über ExilantInnen-Schicksale) oder »An der schönen roten Donau« (über die sowjetische Besatzung und den politischen Opportunismus der ÖsterreicherInnen). Hermann Leopoldi kehrte nach dem Exil in Amerika nach Österreich zurück.

Hörbeispiel "An der schönen roten Donau"

Die Wienbibliothek im Rathaus zeigt von 19. März - 4. Oktober 2012 eine Ausstellung zu Hermann Leopoldi. Die »Finissage« findet am 1. Oktober statt. Für nähere Informationen zu Öffnungszeiten, Führungen + Begleitprogramm klicken Sie bitte HIER.

REZENSIONEN:
Am 18.03.2012 macht sich Peter Pisa im Kurier auf die Suche nach dem "Mensch", der sich hinter dem schillernden Künstler verbarg. Ein unverbesserlicher Optimist, ja, aber menschlich schwer zu fassen ...

Hedwig Kainberger ortet bei Leopoldi "Das Gespür für den Bubikopf ..." Anlässlich der Ausstellungseröffnung in der Wienbibliothek und dem Erscheinen der Biographie verfasst sie in den Salzburger Nachrichten vom 20.03.2012 einen feinsinnigen Artikel über das "Wiener Musikgenie" Hermann Leopoldi.

"Optimist trotz Weltenbrand" titelt Christoph Irrgeher am 20.03.2012 in der Wiener Zeitung. In einem ausführlichen Artikel lotet er die vielen Nuancen, Widersprüchlichkeiten und Brüche in der Künstlerpersönlichkeit aus.

Als "Wegbereiter kakanischer Kabarettkunst" bezeichnet Gregor Auenhammer Hermann Leopoldi in seiner Rezension in der Tageszeitung Der Standard vom 21./22.04.2012.

Im FALTER Nr.17/12 vom 25.4.2012 erscheint eine schöne und sehr ausführliche Rezension von Michael Omasta.

Besonders einfühlsam rezensiert der Musiker Roland Neuwirth (Extremschrammeln) in der Zeitschrift BOCKKELLER des Wiener Volksliedwerks im Mai 2012.

Viktor Rotthaler schreibt in der Neuen Musikzeitung (Regensburg) unter dem Titel: »Wie einst der liebe Augustin«:
»Wenn Friedrich Hollaender der 'Vater' der deutschen Popmusik war, dann war sein Kollege Hermann Leopoldi der 'Opa' der Wiener Populärmusik des 20. Jahrhunderts. In der Wienbibliothek im Rathaus ist nun noch bis zum 4. Oktober eine vorbildliche Ausstellung zu sehen, die das Leben des jüdischen 'Klavierhumoristen' in Liedern nacherzählt. Eine Reise vor allem in die österreichische Geschichte des vergangenen 'Katastrophenjahrhunderts'. Wäre ich ein Politiker, würde ich diese von Georg Traska und Christoph Lind konzipierte Ausstellung und das wunderbare Begleitbuch 'Hermann Leopoldi, Hersch Kohn' 'Leuchtturmprojekte' nennen ... «