KASTNER, Jens / MAYER, David
Weltwende 1968?
Ein Jahr aus globalgeschichtlicher Perspektive
207 Seiten
Format 12,3x19,6
17.80 €
| 30.90 Chf
ISBN: 978385476-257-7
lieferbar
KASTNER, Jens / MAYER, David
Weltwende 1968?
Ein Jahr aus globalgeschichtlicher Perspektive
»Der Spiegel: Herr Professor, vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung ... Adorno: Mir nicht.«
Die Interpretation der weltweiten Ereignisse 1968 engte den Blick in der deutschsprachigen Zeitgeschichts- und Sozialforschung lange auf bestimmte gesellschaftliche Gruppen und auf nationale Rahmen ein. So wurde bislang immer von »Studentenunruhen« oder einem »Generationenkonflikt« (Norbert Elias) gesprochen.
Nach 40 Jahren bietet sich die Chance für neue Deutungen. Ausgehend von Immanuel Wallersteins These einer Weltrevolution 1968 bieten die geschichtswissenschaftlichen Diskussionen der letzten Jahre die Gelegenheit, die Frage zu stellen: Steht das Jahr 1968 - bzw. der Zeitraum 1965-1973 - tatsächlich für eine Weltwende?
Aus globalgeschichtlicher Perspektive werden in diesem Band »Mythos, Chiffre und Zäsur« (Kraushaar) von 1968 neu diskutiert. Dabei geht es zunächst darum, den eingeschränkten Blick auf die Weltwirtschaft in dieser Zeit zu erweitern (Ende des »Fordismus«; Beginn der ersten großen Krise seit 1948; »Ölschock«). Zweitens ist es ein Anliegen, den nichtstudentischen Bewegungen - insbesondere den Kämpfen der ArbeiterInnen, die um 1968 nicht nur in Frankreich und Italien geführt wurden, sowie der Neuen Frauenbewegung -, größere Beachtung zu schenken. Anschließend werden Umbrüche und Mobilisierungen in der so genannten Dritten Welt, insbesondere jedoch aber in der damals noch existierenden »Zweiten Welt« des realen Sozialismus ins Bild gerückt.
The worldwide activities at 1968 are often restricted by historians to merely "a student revolution" or "a conflict of generations".
More than 40 years afterwards, this book gives way to new interpretations. Based on Immanuel Wallersteins theory of a "world revolution", the questions surfaces, if and how 1968 really stands for a worldwide change. The authors aim to broaden the limited view of the world economy in the 60´s and pay attention to non-student revolutionary movements of women and workingclass as well as time of change in the so-called "Third World" and the "Second World" of socialism.
Jens Kastner is an art historian and sociologist.
David Mayer is member of the research staff at the institute for economic and social history at the University of Vienna.
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