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Cover: Ehrlos für immer?

METZLER, Hannes
Ehrlos für immer?
Die Rehabilitierung der Wehrmachtsdeserteure in Deutschland und Österreich
240 Seiten Format 15x24
19.90 € | 34.50 Chf
ISBN: 978385476-218-8
lieferbar

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METZLER, Hannes

Ehrlos für immer?
Die Rehabilitierung der Wehrmachtsdeserteure in Deutschland und Österreich

Wehrmachtsdeserteure waren in Deutschland und Österreich jahrzehntelang kein Thema. Ihre Weigerung, in Hitlers Vernichtungsfeldzug mitzumarschieren, blieb in der deutschen und österreichischen Nachkriegsgesellschaft unbedankt und stand außerhalb der erinnerungspolitischen Wahrnehmung. So genannte Fahnenflüchtige waren vielmehr mit Vorwürfen konfrontiert, sie hätten »Kameraden und Vaterland verraten«.
Erst in den 1990er-Jahren wurde die so genannte Zivilgesellschaft aktiv. VertreterInnen aus Wissenschaft, Politik und Medien forderten und erreichten letztlich die Entkriminalisierung und gesetzliche Rehabilitierung ehemaliger Deserteure. Aber mit welchen Mitteln konnten die Akteure überhaupt den notwendigen Druck erzeugen, um tatsächlich Bewegung in die vergangenheitspolitische Landschaft zu bringen? Welcher formeller und informeller Strukturen bedienten sich die ProtagonistInnen, um nachhaltig die öffentliche und politische Meinung zu beeinflussen? Welche Widerstände mussten dabei überwunden werden, und wer waren eigentlich die GegenspielerInnen?
Wie in Hannes Metzlers vergleichender Analyse deutlich wird, müssen diese Fragen für Deutschland und Österreich sehr unterschiedlich beantwortet werden. Ein Exkurs über Luxemburg belegt außerdem, dass trotz ähnlichen Hintergrunds durchaus eine andere Einstellung zu Wehrmachtsdeserteuren möglich ist.

Deserters of the Wehrmacht (German Armed Forces) were not discussed in Germany and Austria for decades. Their refusal to join in Hitlers crusade of death , had not been worthy of any positive notice in postwar german and austrian society and memory. On the contrary, they were faced with accusations for "backstabbing comrades and fatherland". It was not until the 90s, that people "woke up" and got activ. Representatives of science, politics and media demanded and succeeded in achieving a decriminalisation and lawful rehabilitation for the former deserters.
But how was it possible to change public and political opinion like that? How much resistance had to be overcome? Who were the opponents?
Hannes Metzlers analysis shows clearly, how the answers of those questions in Austria differs from the answers in Germany. Additionally there is an excursus about Luxembourg, proving how a different way of thinking towards deserters is possible.