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Cover: Schreibe mir, meine Seltsame, schnell

H.C. Artmann
Schreibe mir, meine Seltsame, schnell
Briefe an Didi 1960–1970. Mit Illustrationen von Susanne Schmögner - herausgegeben von Didi Macher und Ulf Birbaumer
60 Seiten
Format 20x28
englische Broschur
48.00 €
ISBN: 978385476-469-4
Erscheinungstermin April 2015
lieferbar

Weitere Bücher von H.C. Artmann: Dracula, Dracula Flieger, grüß mir die Sonne

H.C. Artmann

Schreibe mir, meine Seltsame, schnell
Briefe an Didi 1960–1970. Mit Illustrationen von Susanne Schmögner - herausgegeben von Didi Macher und Ulf Birbaumer

Ein poetisches Sehnsuchtsherbarium
1960 schrieb H.C. Artmann Sehnsuchtsbriefe, denen er oft analog datierte Liebesgedichte (später unter der Überschrift »auf meine klinge geschrieben« veröffentlicht) beilegte, aber auch aufmunternde, witzige Postkarten, adressiert an die junge, angehende Kärntner Schauspielerin Didi Macher in Klagenfurt, wo sie gerade eine längere Krankheit auskurieren musste und die der Dichter dort regelmäßig besuchte. Seine brieflichen und lyrischen Verbarien wurden ergänzt durch ausgerissene Karikaturen, durch Passagen in Sanskritschrift, die beide lesen und schreiben konnten.
Auch getrocknete Sommerblüten wurden eingeklebt zu einem poetischen Sehnsuchtsherbarium. Die vielseitige Künstlerin Susanne Schmögner, die später auch Artmann-Aufführungen ausstattete, hat dieses Herbarium malerisch begleitet und erweitert.

PRESSE

"mein wilder wein", "schüchterner tiger", "birkenbäumlein" so nannte Artmann seine Vertraute, aber auch "lieber kranker kolibri" als sie einmal krank war. "Was H.C. Artmann in den Jahren 1960-1970 an die Schauspielerin Didi Macher schrieb, gleicht einem künstlerischen Panoptikum: Sehnsuchtsgedichte, Kasperliaden, getrocknete Blumen, Zeilen in Sanskrit." Schreibt Barbara Mader in Ihrer Rezension im KURIER vom 23.05.2015.

Wolfgang Paterno schreibt im PROFIL Nr 25, 15.06.2015:
Ernst, Narretei und Begehren fließen in diesen Mitteilungen ineinander. Artmann wäre aber nicht der unübertreffliche Dichter, der er war, wenn er sein Schwärmen im selben Atemzug nicht ironisch untermalte. Der Autor erweist sich als Poesiekreuzritter gegen Liebesbriefkitsch und Herzschmerz-Konventionalismus: "Zum teufel, manchmal möchte man dir schon deinen glatten hintern aushauen?, schreibt er Anfang Februar 1961 an seine Brieffreundin. Lass von dir hören, du abscheuliche, zuckerkranke gekränkte leber."